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000257419 150__ $$aVerfolgungsschicksale und Verfahrensabwicklung. Aufarbeitung der Autobiographien des Preisausschreibens der Harvard University aus dem Jahr 1939 sowie Rekonstruktion der in den zugehörigen Wiedergutmachungsakten inkludierten kommunikativen Spannungsfelder$$y2026 -
000257419 371__ $$aProfessorin Dr. Wiebke Lohfeld
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000257419 5101_ $$0I:(DE-588b)2007744-0$$aDeutsche Forschungsgemeinschaft$$bDFG
000257419 680__ $$aDas Projekt greift auf ein wissenschaftliches Preisausschreiben der Harvard University aus dem Jahr 1939 zurück, das Emigrant:innen aus dem nationalsozialistischen Deutschland und Österreich ermutigte, ihre Autobiographie zu verfassen und dem Komitee zur Verfügung zu stellen. Die Wissenschaftler Gordon Allport (Psychologie), Sidney Fay (Geschichtswissenschaft) und Edward Hartshorne (Soziologie) wandten sich unter der Überschrift ‚An alle, die Deutschland vor und nach Hitler gut kennen‘ durch Flugblätter und Zeitungsanzeigen an Migrantinnen und Migranten mit dem Wunsch, dass diese über ihr ‚Leben in Deutschland vor und nach dem 30. Januar 1933‘ in ausführlicher Form berichten; erwünscht war eine Textumfang von 20.000 Wörtern, was etwa 50 bis 80 Manuskriptseiten entspricht. 263 Manuskripte wurden eingereicht, darunter etwa 200 Autobiographien in einem Umfang von ca. 18.000 Seiten. Mit zwei Teilprojekten soll mithilfe der beantragten Sachbeihilfe zum einen ein Desiderat in der vorliegenden Forschung geschlossen werden, indem biographische Daten zu den Verfasser:innen der Manuskripte, auch und vor allem über das Jahr 1939 hinaus, zusammengetragen werden. Hierbei wird auf Online-Datenbanken und -Archive zurückgegriffen. Die umfassende Darstellung der biographischen Daten, die über bisher vorliegende Ergebnisse weit hinausgehen, soll es der ‚scientific community‘, aber auch der interessierten Öffentlichkeit, ermöglichen, einen einfachen, leicht zugänglichen und übersichtlichen Zugang zu den Unterlagen, eine ‚einzigartige Quelle', so Mary Fulbrook (2019), zu gewinnen. In einem zweiten Teil werden, zum anderen, die Wiedergutmachungsakten von TeilnehmerInnen des Preisausschreibens zusammengetragen und im Hinblick auf deren Kommunikationsstruktur analysiert. Es wird auf Unterlagen (Akten) zurückgegriffen, die in verschiedenen (westdeutschen) Bundesländern in den Jahren zwischen etwa 1950 und 1975 angelegt und archiviert wurden. Diese Materialien sind bisher zu keiner systematischen sozialwissenschaftlich-empirischen Auswertung herangezogen worden und werden zur Klärung der ‚Kommunikation‘ im Spannungsfeld zwischen Behörden/SachbearbeiterInnen und AntragstellerInnen genutzt. Fragen nach latent wirksamem Rassismus, Verschleppungsstrategien der behördlichen Bearbeitungen oder struktureller Willkür in den Verfahren, aber auch die Suche nach ‚gelungenen‘ Interaktionen, leiten diese Analysen. Zudem werden aus den Akten weiterführende Informationen zu den biographischen Recherchen von Teil A entnommen. Die unterschiedlichen Projektteile werden auf diese Weise direkt miteinander verknüpft. Obwohl das Projekt in erster Linie zur sozialwissenschaftlichen Grundlagenforschung beiträgt, kommt ihm auch im Hinblick auf die gesellschaftlich-politische Relevanz unter den Aspekten des Übergangs von der Zeitzeugen- zur Erinnerungskultur sowie den gegenwärtigen Fragen nach dem Umgang mit dem Antisemitismus eine besondere Bedeutung zu.
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