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000256741 150__ $$aVerfolgung durch Raum und Zeit: Tiefsee-Kopffüßer als Indikatoren für Klima- und Schadstoffveränderungen in der Arktis und im Nordatlantik (ToughCephs)$$y2026 -
000256741 371__ $$aDr. Alexey Golikov
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000256741 680__ $$aArktische Meeresökosysteme unterliegen tiefgreifenden Veränderungen durch Klimawandel und anthropogene Belastungen. Die Analyse langfristiger ökologischer Verschiebungen sowie die Bewertung kumulativer Effekte zählen zu den prioritären Zielen der arktischen Meeresforschung und sind explizit in strategischen Leitlinien wie der Forschungsagenda „Polarregionen im Wandel“ (2021) verankert, die unter der aktuellen Bundesregierung und dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt weiterhin als strategischer Leitfaden gilt. Cephalopoden (Phylum Mollusca) sind ökologisch bedeutsame Mesoprädatoren mit hoher Reaktionssensitivität gegenüber Umweltveränderungen. Ihre chitinösen Schnäbel konservieren stabile Isotopensignaturen und Quecksilberkonzentrationen über die Lebenszeit und ermöglichen retrospektive Analysen auf individueller und gemeinschaftlicher Ebene. Das Projekt verfolgt zwei Hauptziele: 1) Die Rekonstruktion klimabedingter trophischer Veränderungen und anthropogener Quecksilberbelastung anhand ausgewählter Cephalopodenarten aus pelagischen, bentho-pelagischen und benthischen Habitaten (Zeitraum: 1844–2025). 2) Die Analyse langfristiger Veränderungen in der Artenzusammensetzung entlang der biogeografischen Grenze zwischen Arktis und Nordatlantik (Zeitraum: 1895–2025). Historische Proben aus Island und aktuelle Datensätze aus der Davisstraße ermöglichen modellgestützte Auswertungen zur Biomasseentwicklung in Verbindung mit Umweltparametern. Die Anwendung von Bulk- und compound-spezifischer Isotopenanalyse sowie Hg-Messungen erlaubt die Bewertung kumulativer Effekte. Die Infrastruktur umfasst historische Sammlungen und aktuelle Proben am Senckenberg am Meer und der Universität Hamburg sowie analytische Kooperationen mit Partnerlaboren in La Rochelle, Coimbra und Kiel. Weitere Partner in Island, Dänemark, Kanada, den Niederlanden und Großbritannien ergänzen das Netzwerk. Das Projekt generiert offene Datensätze zu Biodiversität, trophischer Ökologie und Schadstoffbelastung und schließt zentrale Wissenslücken auf mittleren trophischen Ebenen. Die Ergebnisse sind relevant für internationale Programme wie die UN-Ozeandekade und die Minamata-Konvention und können in politische Entscheidungsprozesse einfließen.
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